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Die Exporte der hessischen M+E-Industrie stagnierten auch 2016

Hauptabnehmerländer: Niederlande vor UK, USA, Frankreich und China

02.03.2017
export2016.jpgFrankfurt am Main. Die hessischen Exporte von M+E Produkten summierten sich 2016 auf 27,139 Mrd. €. Sie stagnierten damit im dritten Jahr in Folge. Die fünf wichtigsten Abnehmerländer liegen beim Exportvolumen nahe beieinander. Sie verzeichneten 2016 einen Anteil am Gesamtexport von 40 Prozent. Überraschender Spitzenreiter waren die Niederlande mit rd. 2,5 Mrd. € (9,2 Prozent), gefolgt vom Vereinigten Königreich (UK) mit rd. 2,4 Mrd. € (8,8 Prozent), den Vereinigten Staaten mit 2,3 Mrd. € (8,3 Prozent), Frankreich mit rd. 2 Mrd. € (7,2 Prozent) sowie China mit 1,8 Mrd. € (6,5 Prozent).

„Der Erfolg der M+E-Industrie, als größter deutscher und hessischer Industrie, basiert maßgeblich auf dem Exportgeschäft. Dabei ist die breite Diversifikation der Exportmärkte eine gute Risikostrategie. Aber insbesondere BREXIT, Protektionismus-Ankündigungen Trumps und drohende nationalstaatliche Handelstendenzen in den Niederlanden und Frankreich sind die aktuell herausfordernden Risikofaktoren. Während die Exporte stagnieren, steigen die Direktinvestitionen der M+E-Industrie – bedauerlicherweise in den letzten Jahren zunehmend kosten- und nicht marktgetrieben. Angesichts der stark gestiegenen Lohnkosten und der diese nicht auffangenden Produktivität brauchen wir in Deutschland wieder mehr Mut, Wirtschaft zu wagen, mehr Investitionsfreundlichkeit, mehr Flexibilität in der Arbeitswelt, Maßhalten bei den Lohnkosten und weniger regulierende Umverteilung. International zeigt dieses Tableau, wie wichtig die Stärkung des europäischen Binnenmarktes und des politischen Zusammenhalts innerhalb der EU ist“, resümierte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL.


Gestiegene Ausfuhren


Wachstumsmärkte waren für die hessischen Metall- und Elektrounternehmen China, die Niederlande und die Vereinigten Staaten. China ist nach dem deutlichen Rückgang im letzten Jahr wieder mit einem Plus von knapp 17 Prozent im Aufwind. Die hessischen M+E-Exporte in die Niederlande sind im dritten Jahr in Folge gestiegen, 2016 um über 6 Prozent auf den bisherigen Höchststand.
Der von vielen befürchtete Trump-Effekt spiegelt sich (noch) nicht in den Zahlen des hessischen M+E-Außenhandels wieder. Die M+E-Exporte wurden 2016 um 4 Prozent gesteigert.


Gesunkene Ausfuhren


Die Ausfuhren nach Großbritannien sinken seit dem Höchststand von vor drei Jahren um insgesamt fast ein Viertel, 2016 um minus 13 Prozent. Die hessischen M+E-Exporte nach Frankreich bewegen sich seit Jahren ziemlich stabil um die Marke 2 Mrd. €, sind aber 2016 um 4,5 Prozent gesunken.


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