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HESSENMETALL zur Tarifdiskussion im IG Metall Bezirk Mitte

Pollert: „Lieber Zukunft gestalten als die Wettbewerbsfähigkeit gefährdende Kostensteigerungen!“

18.09.2017
 „Unsere Unternehmen brauchen jetzt Raum zur Zukunftsgestaltung, keine zu teuren Entgeltforderungen in Kombination mit einem Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht zur Vollzeit. Es stimmt, dass die M+E-Industrie insgesamt allen Unwägbarkeiten zum Trotz im Moment gut dasteht. Zum Glück – denn sie hat in den nächsten Jahren einen Strukturwandel mit vielen ungewöhnlich großen Herausforderungen zu meistern. Der Umbau der Produktion hin zu digitalisierten, "intelligenten" Fabriken und in der Automobilindustrie die sukzessive Marktdurchdringung mit neuen Antrieben wie z. B. der Elektromobilität, die uns noch jahrelang beschäftigen wird, erfordern erhebliche Investitionen. Dafür werden wir alle Reserven brauchen, die wir kriegen können. Wer nur kurzfristig auf den schnellen Euro schaut, tut seinen Mitgliedern keinen Gefallen und gefährdet Arbeitsplätze", kommentierte HESSENMETALL-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert den regionalen Forderungsvorschlag in Höhe von um die 6 Prozent Entgeltsteigerung.
Mit Blick auf die Vorstellungen der IG Metall zur Neuregelung der Arbeitszeit betonte Pollert: „Unsere Unternehmen benötigen mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung. Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung für erfolgreiches, kundenorientiertes Wirtschaften“. Eine Absage erteilte Pollert daher der Vorstellung der Gewerkschaft, einen Teilzeitanspruch mit Rückkehrrecht zur Vollzeit tariflich zu kreieren und Lohnzuschüsse bei reduzierten Arbeitszeiten in bestimmten Fällen zu gewähren. Solche Lohnzuschüsse verletzten nicht nur das Prinzip von Leistung und Gegenleistung, sondern seien auch ungerecht gegenüber jenen Beschäftigten, die nicht in den Genuss dieses Privilegs kommen würden. „Wir brauchen Lösungen, die betriebliche Erfordernisse der Unternehmen und die individuellen Bedürfnisse der Arbeitnehmer in Einklang bringen können“, so Pollert.


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