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Equal Pay Day in Deutschland

Jungbluth: Kein Gender Pay Gap in der Metall-und Elektro-Industrie // Lohnlücke hauptsächlich durch Berufswahl und Arbeitszeit

16.03.2017

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Offenbach. „In der Metall- und Elektro-Industrie gibt es kein Gender Gap. Die Tarifverträge unserer Branche legen ganz klar fest: Aus gleicher Arbeit folgt auch gleiches Geld. Aber leider entscheiden sich die meisten jungen Frauen trotz anspruchsvoller Ausbildung, bester Perspektiven, hoher Flexibilität sowie beste Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf nicht für einen technischen Beruf. Und genau hier liegt der Knackpunkt, denn die Berufswahl ist der wichtigste Faktor für die Einkommensentwicklung“, erklärt Hans-Joachim Jungbluth, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL.

„Die viel zitierte Lohnlücke von 21 Prozent (Stand 2016) existiert nur dann, wenn man die statistischen Werte zur Berechnung des unbereinigten Gender Pay Gap betrachtet. Und genau bei diesem Wert sagt das Statistische Bundesamt ganz klar, dass hier weder die Arbeitszeit noch die Berufe differenziert betrachtet werden. Anders verhält es sich beim bereinigten Gender Pay Gap. Dieses lag im Jahr 2006 bei 8 Prozent und sank bis 2014 auf 6 Prozent. Das sind 120 € bei einem Bruttoverdienst von 2000 €. Dieser Unterschied kann, außerhalb von tarifgebundenen Unternehmen, sicher auch auf das unterschiedliche Auftreten von Frauen und Männern bei Gehaltsverhandlungen zurückgeführt werden“, erklärt Jungbluth abschließend.

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